Reaktionen der Bürgerinitiative auf die Rede von Bürgermeister Zenth anläßlich des Jahresempfangs 2019

von Regina Groß, 14.1.2019

Bürgermeister Zenth wünschte sich, an die BI gewandt, einen fairen und sachlichen Dialog.

Allerdings war die folgende, erstaunlich ausführliche Darstellung zum Baugebiet Wehräcker II, sachlich in vielen Punkten nicht korrekt. Die BI möchte zu einigen Aussagen Stellung nehmen, die bei den Bürgern ein falsches Bild der tatsächlichen Situation bewirken könnten.

Den Vorwurf, die BI würde falsche Informationen verbreiten, weisen wir zurück.

Vorab ist festzustellen, dass die Bürger nur durch die Initiative der Bürgerinitiative Wehräcker, insbesondere durch den Bericht in der HSt vom 8.12.2018,  über das Vorhaben der Gemeinde informiert wurde. Auch die Anrainer an Wehräcker II hätten nichts erfahren, wenn die Gemeinde nicht Auflösungsverträge zur schnellen Durchführung von Erschließungsmaßnahmen benötigt hätte.  Denn, wie Bürgermeister Zenth betonte, die Gemeinde muss die Bürger gar nicht so frühzeitig informieren. Aber genau dies stößt bei vielen Abstatter Bürgern auf Missfallen.

Dass Bürgermeister Zenth und die Gemeinderäte nun ihrerseits an die Öffentlichkeit gehen, kann man als eine Reaktion auf das Engagement der Bürgerinitivative sehen.

Zu einzelnen Themen vom Neujahresempfang.

Bürgermeister Zenth informierte darüber, dass die Bebauung von Wehräcker II erst im Jahre 2021 starten würde, weshalb man mitnichten von einem Eilverfahren sprechen könne. Tatsächlich aber sollten die Bagger ursprünglich bereits im Juni 2019 anrollen. Dass dies nicht geschehen kann, ist lediglich der Tatsache geschuldet, dass einige Pachtbesitzer und der betroffene Landwirt die vorgelegten Auflösungsverträge nicht unterzeichnet hatten, weshalb die Pacht des benötigen Ackers nun erst in 2 Jahren enden wird. Mit großer Eile muss aber noch im Jahre 2019 der sogenannte Aufstellungsbeschluss im Gemeinderat erfolgen, der die Grundlage für eine spätere Bebauung schafft. Denn die Gemeinde möchte ja nicht das normale Verfahren zur Erschließung eines Baugebietes einhalten, sondern auf Basis von §13b BauGB handeln (beschleunigtes Verfahren). Diese Möglichkeit endet im Dezember 2019.

Die von der BI geforderte vorrangige Innenentwicklung wurde von Bürgermeister Zenth zwar in Aussicht gestellt, ob dies in naher Zukunft umgesetzt werden kann, bleibt abzuwarten.

Die BI hat den Bürgermeister und die Gemeinderäte sehr früh über die Durchführung eines Bürgerbegehrens informiert. Es ist deshalb nicht nachvollziehbar, warum die Gemeinde  zum jetzigen Zeitpunkt bereits Vermessungsarbeiten durch Firma Käser  und Planungsarbeiten durch Firma Rauschenmeier beauftragt, bevor das Ergebnis des Bürgerbegehrens vorliegt. Warum hat man da nicht abgewartet, wo doch keine Eile vorliegt? Denn ein erfolgreiches Bürgerbegehren bewirkt, dass der Gemeinderat keinen gültigen Aufstellungsbeschluss fassen kann und ein in der Folge positiver Bürgerentscheid verhindert die Realsierung einer entsprechenden Entscheidung des Gemeinderates.

Weiterhin schilderte Bürgermeister Zenth, dass in den letzten 10 Jahren kein neues Baugebiet ausgewiesen wurde. Tatsächlich ist durch die Umlegung des ehemaligen SAP Geländes ein komplett neues und großes Wohngebiet entstanden. Die Umlegung erfolgte auf Basis des §13a BauGB, ebenfalls im beschleunigten Verfahren, wodurch die betroffenen Anwohner auch da zu spät und unzureichend informiert wurden, was zu großer Verstimmung geführt hat. Zusätzlich wurde vor ein paar Jahren ein sehr großes Baugebiet am Ortseingang im Flächennutzungsplan von Wohnbaugebiet in Gewerbegebiet umgewidmet und der Firma Münzing zur Verfügung gestellt. Die Wohnungsnot kann demnach in Abstatt nicht so groß sein, wie von Bürgermeister Zenth dargestellt.

In dem bis 2030 ausgelegten Flächennutzungsplan für den Gemeindeverwaltungsverband Schozach-Bottwartal (Landkreis Heilbronn) ist auf Seite 14 zu lesen, dass für Abstatt keine Neuausweisungen von Bauflächen erfolgen werden – aus gutem Grund.

 (ausführliche Info dazu auf der homepage www.bi-wehraecker.de)

Ausgleichsflächen sind schon jetzt in Abstatt nicht mehr ausreichend vorhanden. Die Gemeinde versucht deshalb schon heute, in Nachbargemeinden Ausgleichsflächen zu erwerben.

Weitere Industrieansiedlungen am Ortrand, die weitere Ausgleichsmaßen erfordern werden, sind geplant.

Die Frage, die sich uns als Bürger stellt ist: Wie soll Abstatt, das jetzt noch ein schönes Dorf in einer idyllischen Landschaft ist, in 10 – 20 Jahren aussehen? Werden Abstatt und Happenbach dann zwei Dorfinseln in einem großen Industriegebiet sein?  Schon jetzt wurde das Zusammenwachsen der beiden größten Ortsteile Abstatt und Happenbach durch einen Industrieriegel mutwillig verhindert.

Wir, die BI Wehräcker fordern eine langfristige Planung von Baugebieten und Industrieansiedlungen und wehren uns gegen kurzfristige Maßnahmen. Wir fordern einen sparsamen Umgang mit den Restflächen der Gemeinde Abstatt vor dem Hintergrund des nachweislich großen Flächenverbrauchs in der Vergangenheit.

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Das Baugebot im Gesetz und in der Auslegung

§ 176
Baugebot

(1) Im Geltungsbereich eines Bebauungsplans kann die Gemeinde den Eigentümer durch Bescheid verpflichten, innerhalb einer zu bestimmenden angemessenen Frist

1. sein Grundstück entsprechend den Festsetzungen des Bebauungsplans zu bebauen oder
2. ein vorhandenes Gebäude oder eine vorhandene sonstige bauliche Anlage den Festsetzungen des Bebauungsplans anzupassen.

Anmerkung: Dies gilt nicht nur für im Zusammenhang erbaute Ortsteile, sondern auch für ungeplant gebaute Innenbereiche.

Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages WD7-3000-052/18:

Abschnitt 1

„…Baugebote kann die Gemeinde im Geltungsbereich eines Bebauungsplans sowie innerhalb von im Zusammenhang bebauten Ortsteilen i. S. v. § 34 BauGB erlassen. Gemäß § 176 Absatz 1 BauGB kann eine Gemeinde einem Grundeigentümer im Geltungsbereich eines Bebauungsplans durch Bescheid die Pflicht auferlegen, „innerhalb einer zu bestimmenden angemessenen Frist 1. sein Grundstück entsprechend den Festsetzungen des Bebauungsplans zu bebauen oder 2. ein vorhandenes Gebäude oder eine vorhandene sonstige bauliche Anlage den Festsetzungen des Bebauungsplans anzupassen.“ Im unbeplanten Innenbereich nach § 34 BauGB kann nach § 176 Absatz 2 BauGB ein Baugebot angeordnet werden, „um unbebaute oder geringfügig bebaute Grundstücke entsprechend den baurechtlichen Vorschriften zu nutzen oder einer baulichen Nutzung zuzuführen, insbesondere zur Schließung von Baulücken.“

Abschnitt 2: Städtebauliche Erforderlichkeit

„Bei einem Grundstück im unbeplanten Innenbereich i. S. v. § 34 BauGB kann ein Baugebot insbesondere zur Schließung von Baulücken angeordnet werden (vgl. § 176 Absatz 2 BauGB). In einem solchen Fall ergibt sich die städtebauliche Erforderlichkeit in der Regel bereits aus der Verbesserung des Ortsbildes. Das Bundesverwaltungsgericht hat zudem entschieden, dass ein Wohnungsmangel eine entsprechende Baulückenschließung erforderlich machen könne. Das Gericht führte weiter aus, dass eine städtebauliche Erforderlichkeit auch daraus resultieren könne, dass durch die Schließung vorhandener Baulücken das Bedürfnis nach Erschließung neuen Baulandes entfalle und dadurch die vorhandene städtische Infrastruktur besser genutzt werde.“

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Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren „Wehräcker“ im Endspurt

Die Unterschriftensammlung geht in den Endspurt.

Die Teams der Unterschriftensammlung sind weiter fleißig im Gemeindegebiet unterwegs und bekommen weit überwiegend äußerst positive Rückmeldungen. Die Unterschriftenlisten füllen sich schneller als gehofft und am Montag, 14.1.2019 17:00 Uhr werden die bis dahin gesammelten Unterschriften von den Vertrauenspersonen dem Bürgermeister übergeben. Die Gemeinde prüft dann die Unterschriften anhand des Wahlregisters ob das Quorum (7% der wahlberechtigten Bürger von Abstatt) für die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens erreicht wurde.

Unterstützen Sie uns und geben Sie uns noch Ihre Unterschrift – Listen liegen weiterhin beim Bauernlädle „Krafft“ und beim Eierautomaten „Kreft“ aus. 

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Abstatt weist bis 2030 keine neuen Baugebiete aus!

So jedenfalls liest man im Gemeindeverwaltungsverband Schozach-Bottwartal (Landkreis Heilbronn) Flächennutzungsplan – 3. Fortschreibung Zieljahr 2030 Seite 14

Download (Flächennutzungsplan – 3. Fortschreibung Zieljahr 2030)

Trotzdem hat die Gemeinde 13 mögliche Baugebiete für ein Eilverfahren im Außenbereich (§13b BauGB) geprüft. In dem genannten Dokument steht auf Seite 14:

Gemeinde Abstatt

Es erfolgen im Rahmen der 3. Fortschreibung des Flächennutzungsplanes keine Neuausweisungen von Bauflächen. Folgende geplante Bauflächen bzw. noch nicht vollständig aufgesiedelte Baugebiete werden aus der rechtskräftigen 2. Fortschreibung übernommen und deshalb nicht separat begründet…..

So steht es in der mittel- und langfristigen Planung für Abstatt

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Bürgerbegehren gestartet!

Das Bürgerbegehren für eine planvolle und nachhaltige Entwicklung in Abstatt wurde gestartet.


Der Gemeinderat hatte den Aufstellungsbeschluss für „Wehräcker II“ auf den 22.1.2019 verschoben. Das ursprünglich geplante Bürgerbegehren war gegen den Gemeinderatsbeschluss für die Aufstellung eines Bebauungsplans „Wehräcker II“ gerichtet. Jetzt ist das Ziel, den Aufstellungsbeschluss selbst zu verhindern.

Das Flugblatt als Download: http://bi-wehraecker.de/wp-content/uploads/2018/12/Bürgerinitiative-Wehräcker-Flugblatt-20181217.png

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Bürgerbegehren beantragt

Am 27.11.2018 haben wir der Gemeinde angezeigt, dass wir derzeit ein 
Bürgerbegehren nach § 21 Absatz 3 der baden-württembergischen Gemeindeordnung vorbereiten, um einen Bürgerentscheid zu folgender Fragestellung zu erreichen:

„Sind Sie dafür, den am xx.xx.xxxx gefassten Gemeinderatsbeschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans Wehräcker II aufzuheben?“.

Der Beschluss wurde für den 11.12.2018 von der Agenda der Gemeinderatssitzung genommen und durch Informationen über dieses Bebauungsvorhaben durch den Bürgermeister ersetzt. Die Bürgerinitiative wird zahlreich bei dieser Gemeinderatssitzung anwesend sein und die Informationen mit Interesse verfolgen.  Sobald der Beschluss wieder auf der Agenda steht, wird das Bürgerbegehren in Gang gesetzt. Bis dahin heißt es fleißig weiter informieren! 

Für den Erfolg des Bürgerbegehrens benötigen wir 263 Unterschriften von bei der Bürgermeisterwahl wahlberechtigten Bürgern von Abstatt und Happenbach. Wir wollen dem Bürgermeisteramt und dem Gemeinderat zeigen, dass direkte Demokratie  auch in Abstatt ein legitimer Ausdruck des Bürgerwillens ist und als solcher auch respektiert werden muss. 

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§13b BauGesetzbuch

Baugesetzbuch (BauGB)
§ 13b Einbeziehung von Außenbereichsflächen in das beschleunigte Verfahren

Bis zum 31. Dezember 2019 gilt § 13a entsprechend für Bebauungspläne mit einer Grundfläche im Sinne des § 13a Absatz 1 Satz 2 von weniger als 10 000 Quadratmetern, durch die die Zulässigkeit von Wohnnutzungen auf Flächen begründet wird, die sich an im Zusammenhang bebaute Ortsteile anschließen. Das Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans nach Satz 1 kann nur bis zum 31. Dezember 2019 förmlich eingeleitet werden; der Satzungsbeschluss nach § 10 Absatz 1 ist bis zum 31. Dezember 2021 zu fassen.

Stellungnahme des Bundesrates dazu vom 10.2.2017 –
 9 – Drucksache 806/16 (Beschluss)

Täglich werden in Deutschland 66 ha (Quelle Destatis, Stand 2012 bis 2015)Fläche und damit Natur und Landschaft für Siedlung und Verkehr beansprucht.Die Bundesregierung strebt an, bis 2020 den Flächenverbrauch bundesweit auf 30 ha zu senken.Obwohl sich die gesamte Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlung und Verkehr von 2011 bis 2014 auf 2012 bis 2015 von 69,2 auf 66,1 ha pro Tag etwas verringert hat, ist die Neuinanspruchnahme für Gebäude- und Freiflächen um 2,5 ha pro Tag von 30,1 auf 32,6 ha im selben Zeitraum angestiegen.Der Gesetzentwurf sieht vor diesem Hintergrund befristet bis zum 31. Dezember 2019 auch ein beschleunigtes Bauleitplanverfahren fürAußenbereichsflächen mit weniger als 10 000 Quadratmetern Grundfläche vor.Über den § 13b BauGB wäre Bauleitplanung im Freiraum zulässig, ohne für diese Planung eine Umweltprüfung nach BauGB durchführen zu müssen. Im Umweltbericht werden die zu erwartenden Umweltauswirkungen des Plans sowie Planungsalternativen beschrieben und bewertet.Der § 13a BauGB findet für die Innenentwicklung Anwendung. Da die Flächen im Außenbereich regelmäßig im Hinblick auf ihre Umweltgüte höher zubewerten sind als Flächen im Innenbereich, erscheint es fraglich, ob die Regelung des § 13b BauGB mit den europarechtlichen Vorgaben der Richtlinie 2001/42/EG vereinbar ist.Die Intention des beschleunigten Verfahrens nach § 13a BauGB war, die Innenentwicklung auf die Überholspur zu bringen, ihr einen „verfahrensrechtlichen Vorsprung“ vor der Inanspruchnahme des Außenbereichs zu geben und damit einer weiteren Flächenversieglung des Freiraums entgegenzuwirken.Nun das gleiche Instrument für die Entwicklung von Flächen im Freiraum zunutzen, ist auch in der Sache kontraproduktiv.

Die beabsichtigte Neuregelung des § 13b BauGB steht auch zu den Belangendes Natur- und Bodenschutzes grundlegend im Widerspruch. Die Einbeziehung von Außenbereichsflächen in das beschleunigte Verfahren würde zum einen dazu führen, dass der baurechtliche Eingriffsausgleich nach § 1a Absatz 3BauGB in diesem Fällen komplett entfällt (Verweisungskette von § 13b auf§ 13a Absatz 2 Nummer 4 BauGB, der wiederum auf § 1a Absatz 3 Satz 6 BauGB verweist). Zum anderen wären in diesen Fällen auch keine Umweltprüfung,kein Umweltbericht, keine Angaben, welche Arten umweltbezogener Informationen verfügbar sind und keine zusammenfassende Erklärung zur Berücksichtigung der Umweltbelange im Bebauungsplan erforderlich und auch die Pflicht der Gemeinden, die erheblichen Umweltauswirkungen, die aufGrund der Durchführung der Bauleitpläne eintreten, zu überwachen, würde entfallen (§ 13b BauGB in Verbindung mit § 13a Absatz 2 Nummer 1 in Verbindung mit § 13 Absatz 3 Satz 1 BauGB).Zusammengefasst würde dies dazu führen, dass gerade die unter Natur- und Bodenschutzaspekten besonders sensiblen Außenbereiche praktisch ohne Rücksicht auf jegliche Belange des Natur- und Bodenschutzes als neue Baugebiete ausgewiesen werden könnten. Daran vermögen auch die beabsichtigten gesetzlichen Einschränkungen nichts zu ändern. Die Begrenzung auf Flächen von weniger als 10 000 m² lässt sich in der Praxis leicht durch die Ausweisung mehrerer Neubaugebiete an verschiedenen Ortsrändern oder eine Aneinanderreihung bei der Ausweisung aushebeln. Die Begrenzung auf Flächen, „die sich an im Zusammenhang bebaute Ortsteile anschließen“, dürfte in der Praxis kaum einschränkende Wirkung aufweisen, da dies ohnehin dem Regelfall beider Ausweisung von Neubaugebieten entspricht. Die Beschränkung auf die Wohnnutzung verhindert zwar immerhin die Ausweisung von Industriegebieten im Außenbereich in beschleunigten Verfahren, ändert aber nichts an dem gravierenden Eingriff in die Belange des Naturschutzes.Ein Verzicht auf den Eingriffsausgleich geht zudem ersichtlich über den Zweck des Gesetzentwurfs hinaus, da damit nicht nur eine formale Vereinfachung und damit Beschleunigung des Bauleitplanverfahrens einher ginge, sondern auch eine erhebliche materielle Veränderung der Rechtslage zulasten berechtigter Naturschutzbelange.

Es ist auch nicht ersichtlich, dass sich dieser Eingriff durch übergeordnete Belange rechtfertigen ließe, zumal in der Begründung zu § 13b BauGB die hinter dieser Neuregelung stehenden Überlegungen in keiner Weise erläutert werden. Die befristete Öffnung des vereinfachten Verfahrens zur Innenentwicklung für Bauflächen bis 1 ha Größe im Außenbereich wird zu vermehrter Ausweisung,auch auf Vorrat, von Bebauungsplänen rund um die Ortslagen führen. Damit wird das Ziel der Innenentwicklung und des Natur- und Ressourcenschutzes unterlaufen. Bauen im Außenbereich findet ohnehin statt, wie die Zunahme von Gebäude und Freiflächen um 2,5 ha pro Tag bundesweit von 2011 bis 2014 auf 2012 bis 2015 belegt. Es ist daher nicht akzeptabel, weiteren Flächen- und damit Natur und Bodenverbrauch ohne Umweltprüfung und Ausgleichsmaßnahmen zusätzlich zu vereinfachen und damit zu beschleunigen.

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